Neuinterpretation der ethnologischen Sammlung im Museum in Krapflern/ (gottscheerisch: Kropflarn), des Obstgartens und der Obstsorten
Im Jahr 2023 führte der Gottscheer Altsiedlerverein zusammen mit der Universität Ljubljana das Projekt durch, das am 18. September beendet wurde. Neben der Universität von Ljubljana wurde das Projekt großzügig vom Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten der Republik Österreich und von der Kärntner Landesregierung unterstützt, wofür ich mich herzlich bedanken möchte. Das Projekt wurde auch von der Gemeinde Dolenjske Toplice unterstützt, auch dafür sei herzlich gedankt.
Seit 1992 setzt sich der Gottscheer Altsiedlerverein für die Förderung und Erhaltung der Gottscheer Kultur und des Kulturerbes ein. Das Zentrum der Aktivitäten des Vereins liegt im Dorf Občice (deutsch: Krapflern, gottscheerisch: Kropflarn), wo der Verein 1998 mit Hilfe von Mitteln der Kärntner Landesregierung ein altes Bauernhaus kaufte und renovierte. Es ist nach seiner Fassade zu erkennen, die im symbolischen Blau gestrichen ist, der Farbe der Stadt Kočevje.
Die ethnologische Sammlung, die im Hauptgebäude, Nebengebäude und unter der Heuharfe verstreut ist, enthält landwirtschaftliche Geräte und persönliche Gegenstände aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sowie handgefertigte Modelle der gottscheerischen Dörfer. Die Gegenstände für die Sammlung wurden von Gottscheern aus dem Tal von Tschermoschnitz und Pöllandl gesammelt und von lokalen Freiwilligen und Studenten der Abteilung für Ethnologie und Kulturanthropologie an der Philosophischen Fakultät der Universität Ljubljana unter der Leitung von Dr. Ana Vertovec Beno organisiert. Es wurde unter Beteiligung von Studentinnen der Philosophischen Fakultät der Universität in Ljubljana unter der Leitung von Dr. Anja Moric (Inhalt), Dr. Tanja Žigon (Übersetzungen) und Primož Primec (fachlicher Mentor) aktualisiert und neu interpretiert. Neben dem Museum befindet sich ein Obstgarten mit alten Obstsorten. Der Obstanbau war wichtig für die Nahrungsmittel- und Getränkeproduktion, und stellte für viele Bauernfamilien eine zusätzliche Einkommensquelle dar. In der weiteren Umgebung von Gottschee wurden hauptsächlich Birnen und Äpfel, aber auch Pflaumen, Haferpflaumen und Kirschen angebaut.
Die Interpretation der ethnologischen Sammlung und des Obstgartens mit alten Obstsorten entstand im Rahmen des Projekts Ethnologische Sammlung der Gottscheer und Gehweg unter den alten Obstsorten und Obstbäumen (Studentenprojekte für nachhaltige Entwicklung, 2023, Philosophische Fakultät der Universität Ljubljana).
An der Pressekonferenz am Ende der Veranstaltung nahmen Julia Neblich, Kultur- und Pressereferentin der Deutschen Botschaft, Franc Vovk, Bürgermeister der Gemeinde Dolenjske Toplice, Urška Kop, Vorsitzende des Dachverbandes der Kulturvereine der deutschsprachigen Volksgruppe in Slowenien, Johannes Hans Jaklitsch, Ehrenvorsitzender, Ing. Norbert Kapeller, VLÖ-Generalsekretär aus Wien, Frank Mausser aus Klagenfurt, der eine Ansprache in gottscheerischer Sprache hielt, Mag. Hermann Leustik, Produzent des Filmes „Gottscheabar Lont”, Doz. Dr. Anja Moric, Vertreterin der Universität Ljubljana und Leiterin des Projekts, Igor Stepan, Pfarrer der Pfarre Poljane, Tanja Prešeren Banovec, Leiterin des Touristischen Informationszentrums (TIC) Semič, Judita Podgornik Zaletelj aus der Anstalt für den Schutz des kulturellen Erbes und viele andere teil.
Text: Primož Primec Foto: Alenka Peterlin:
e-mail: STEIERMARK.STAJERSKA@GMAIL.COM
Redakteur: Jan Schaller
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