Präsidentin Musar zu Besuch in Wien

Empfang mit militärischen Ehren im Innenbereich der Residenz Burghof

    Wien (Österreich), 24. April 2023 (slowenische Presse-Mitteilung)
      Auf Einladung des Bundespräsidenten der Republik Österreich, Dr. Alexander Van der Bellen, kam die neue Präsidentin der Republik Slowenien, Nataša Pirc Musar heute zu einem offiziellen Besuch nach Österreich. Im Mittelpunkt des Gesprächs mit ihrem Gastgeber standen die regionale und globale Lage, der Klimawandel und der Krieg in der Ukraine. Besonderes Augenmerk wurde auf die Situation der slowenischen Minderheit in Österreich gelegt und brachten ihre Erwartung zum Ausdruck, dass die beiden Länder noch vor dem Sommer eine Lösung in der Frage der Kontrollen an der Schengen-Binnengrenze finden werden.

     „Die Nachbarländer haben für mich Priorität”, sagte die Präsidentin der Republik Slowenien bei ihrer Ankunft in Wien, die ein Vier-Augen-Gespräch mit ihrem Gastgeber führte, woraufhin die Delegationen der Republik Slowenien und der Republik Österreich zu einer Plenardiskussion unter dem Vorsitz der beiden Präsidenten zusammenkamen.

      Eine kurze offizielle Mitteilung des Besuchs ist auf der Website des österreichischen Bundespräsidenten, Dr. Alexander Van der Bellen, wie folgt zu finden:
Alexander Van der Bellen empfing die Präsidentin der Republik Slowenien zum Antrittsbesuch in Österreich.

    Die neue slowenische Präsidentin Nataša Pirc Musar absolvierte am Montag ihren Antrittsbesuch in Wien. “Es ist eine Ehre, das erste weibliche Staatsoberhaupt Sloweniens heute in Wien zu empfangen”, betonte Bundespräsident Alexander Van der Bellen.

    Wir sind mehr als Nachbarn, teilen eine lange gemeinsame Geschichte, europäische Werte, Ideale und Ziele. Gemeinsam gedeihen wir.

   Alexander Van der Bellen hatte seine Amtskollegin mit militärischen Ehren im Inneren Burghof empfangen. Die frühere Informationsbeauftragte sieht Bundespräsident Van der Bellen als politisches Vorbild. Im Vorfeld des Besuchs hatte sie das Klimathema als Schwerpunkt hervorgehoben, doch wollte sie auch die Rechte der slowenischen Minderheit ansprechen.

   Uns interessiert vor allem, was und wie die Medien über Minderheiten auf beiden Seiten der Grenze berichteten, da die beiden Präsidenten einen großen Teil ihrer Gespräche den Minderheiten widmeten. Welches Echo fand dies in den SLO-Medien?
1. das staatliche RTVSLO berichtete über den Besuch in Wien in der zentralen Info TV Dnevnik um 19.00 Uhr, ab 19.08.30. Über Minderheiten wurde in diesem Artikel gesagt…. Zur Situation der slowenischen Volksgruppe im österreichischen Kärnten betonte Pirc Musar die Wichtigkeit des zweisprachigen Unterrichts und der Reform der zweisprachigen Justiz, damit die zweisprachige Justiz endlich im gesamten zweisprachigen Gebiet angesiedelt wird. Van der Bellen bekräftigte dabei die Forderungen Österreichs nach Anerkennung der deutschsprachigen Volksgruppe in Slowenien (Ende des TV-Berichts).

    2. Die slowenische Tageszeitung DELO, Ljubljana, Auflage 18.881, berichtet am 25. April 2023 auf Seite 2 – AKTUALNO über den Besuch von Pirc Musar in Wien ausführlich auf einer halben Seite des Blattes. Der Großteil des Artikels ist ein Foto. Im Text von Suzana KOS ist der größte Teil des Artikels dem slowenischen Regierungs-Flugzeug Falkon gewidmet. Pirc Musar wählte für ihre Reise von Ljubljana nach Wien (384 km) lieber staatlichen Mercedes. In Kürze wird sie aber trotzdem mit der Falkon nach London fliegen.

    Über den Besuch in Wien zitiert die Journalistin eine Pressemitteilung des Präsidialamtes (was bedeutet, dass die Journalistin nicht in Wien war). In dem ausführlichen Artikel, in dem es vor allem um das Flugzeug Falkon geht, wird nicht einmal erwähnt, dass der Großteil der Gespräche der slowenischen Minderheit in österreichischen Kärnten gewidmet war; was für die immer noch “offizielle Staatszeitung” ungewöhnlich ist.

    Der Besuch in Wien ist auch Thema einer Karikatur auf derselben Seite „Die Grenzkontrolle“.

    3. Am Dienstag, den 25. April, veröffentlichte die Tageszeitung VEČER, die in Maribor eine Auflage von 15.000 Exemplaren hat, den Text STA auf Seite 5-PO SVETU. Zum Thema Minderheiten in den bilateralen Gesprächen schrieb sie: Bei der Pressekonferenz versicherten die beiden auch, dass sie sich für die Rechte der slowenischen Minderheit in Österreich einsetzen werden. Die slowenische Minderheit in Österreich war auch ein wichtiges Thema der Gespräche. …Van der Bellen bekräftigte natürlich auch den Wunsch Wiens, dass Slowenien die deutschsprachige Volksgruppe in Slowenien als Minderheit anerkennt.

    4. Die dritte slowenische Tageszeitung, DNEVNIK, die in Ljubljana erscheint und eine Auflage von 15.000 Exemplaren hat, schrieb über den Besuch der Staatspräsidentin am Dienstag, den 25. April, auf Seite 2 in der Rubrik AUF EINEN BLICK, wo sie unter anderem in einem kurzen Bericht auch schreiben… Sie versicherte auch, dass sie sich für die Rechte der slowenischen Minderheit in Österreich einsetzen werde. Pirc-Musarjeva erwähnte u.a. die Reform der zweisprachigen Gerichte, die für die Minderheit wichtig ist. Sie hob auch das Schulsystem und den Erhalt der slowenischen Sprache hervor. “Wir können uns die Existenz einer Minderheit ohne Sprache nicht vorstellen, und der österreichische Präsident stimmte mir in diesem Punkt zu”, sagte sie.

Zusammengefasst von Jan Schaller

Fotos wurde von der Website der Präsidentin der Republik Slowenien herunter geladen
Fotos von Tamino Petelinšek/STA

Bei der Ankunft in Wien, zunächst die offizielle Begrüßung

Der obligatorische Händedruck für Fotografen zu Beginn des Besuchs

: Ein Rundgang durch die Räumlichkeiten des Burghofs

Das "Vier-Augen-Gespräch" der Präsidenten

Ein weiteres Foto von Gespräch, von der anderen Seite

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