Schon das zweite Mal wurde der Weihnachtskonzert in der fast neuen Pfarrkirche St. Maria, Mutter der Kirche in Pobrsch/Pobrežje veranstaltet. Mit der Ausdehnung von Marburg/Maribor auf das rechte Drauufer wurde eine neue selbständige Kirchengemeinde in Pobrsch/Pobrežje geschaffen. 1959 begann der St. Magdalenen Kaplan, Prof. Ivan Žličar, in der Kapelle des Magdalenen Friedhofs regelmäßig Messen zu feiern und Religionsunterricht zu erteilen. Der neue Pfarrer, Stanislav Praznik, forderte aber gleich nach seiner Ankunft den Bau einer neuen Kirche außerhalb des Friedhofs, doch stieß er zunächst auf taube Ohren. Am 30. Juni 1987 wurde jedoch der Grundstein für die neue Kirche an ihrem heutigen Standort in Pobrsch/Pobrežje gelegt. Die Pläne für die neue Kirche in Pobrsch/Pobrežje wurden von dem Architekten Professor Borut Pečenko entworfen. Wegen seines frühen Todes setzte den Bau der neuen Kirche der Architekt Ivo Goropevšek fort. Seit 1995 lebt die Gemeinde von Pobrsch/Pobrežje in der neuen Kirche, die aber damals noch nicht ganz fertig gestellt war. Im vergangenen Jahr erhielt die Kirche endlich eine echte Kirchenorgel. Aufgrund ihrer Bauweise und Akustik ist die Kirche auch für Konzerte geeignet.
Der erste Teil des diesjährigen Weihnachtskonzerts mit dem Titel Das Weihnachtsgeheimnis war den Orgelwerken von Cesar Franck (1822-1890) gewidmet, der viel wunderbare Musik hinterlassen hat, vor allem Kammermelodien und viele Orgelwerke. Anlässlich des 200. Jahrestages seiner Geburt wurde sein Andenken leider kaum beachtet. Deshalb war der erste Teil des diesjährigen Weihnachtskonzerts des Hugo-Wolf-Kammerchors ganz seinen Orgelwerken gewidmet. Matej Podstenšek spielte an der Orgel, Blaž Stanjko (Bassbariton) und Bogdan Stopar (Tenor) waren Solisten, und bei einigen der sieben Musikstücken sang der gesamte Hugo-Wolf-Kammerchors, unter der Leitung von Chorleiter Aleš Marčič.
Den ersten, Orgelteil des Konzerts beschloss der Kammerchor Hugo Wolf mit Bachs Arie aus dem Weihnachtsoratorium Großer Herr, gesungen von Blaž Stajnko und begleitet von Matej Postenšek, an der Orgel.
Der zweite Teil des Konzerts, in dem sich der Chor dem Publikum unten vor dem Altar präsentierte, begann mit dem Coventry Carol, aus dem 15. Jahrhundert, es folgte der ukrainische Stück Ščedrik von M.D. Leontovič und zwei spanische Melodien A la nanita nana von J.R. Gomis und Vamos pastorcillos, arrangiert von L. Maierhofer. Es folgten zwei weitere Weihnachtsmelodien, Sheppards When A Baby is Born und das slowenische Ko so pastirji von F. Gačnik.
Nach einem langen Applaus am Ende des Konzerts fügten die Solisten und der Kammerchor Hugo Wolf unter der Leitung von Aleš Marčič die Komposition Engelslied von J. Ruther hinzu, gesungen von Dora Ožbald und Petra Crnjac, begleitet am Klavier von Matej Podstenšek.
Text von Jan Schaller
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Redakteur: Jan Schaller
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