Die Kunst-Mallgruppe des Kulturvereins deutschsprachiger Frauen „Brücken“ unter der Leitung von Majda Grajfoner überraschte uns dieses Mal mit einer thematischen Ausstellung – Katzenbilder, die nun unsere Räumlichkeiten schmücken.
Jeden Dienstagvormittag sind unsere Clubräume für diejenigen reserviert, die gerne zeichnen, und das zweite Jahr in Folge werden sie von Majda Grajfoner angeleitet. Alle anwesenden zeichnen aus persönlicher Freude und Vergnügen, und natürlich hören sie auch gerne auf die Ratschläge einer pensionierten Kunstlehrerin, die nun ihr Wissen mit ihren pensionierten Kolleginnen teilt.
Majda Grajfoner zitierte bei der Ausstellungseröffnung über Katzen die französische Malerin Leonore Fini, die einmal sagte: „Katzen sind kleine Wesen, deren Eigenständigkeit, Bescheidenheit und Charme sie zu einem der beliebtesten Haustiere machten. Die Menschen schenken Katzen viel Aufmerksamkeit und Liebe. Katzen waren aber auch vielmals die Inspiration für viele Künstler, Schriftsteller und Musiker, die die Freiheit schätzten. Sie wurden in Zeichnungen, Gemälden, Grafiken und Plakaten dargestellt. So zogen Katzen auch unsere Künstler als Motiv an, und Kunstwerke in verschiedenen Mal- und Zeichentechniken werden von Marija Klajnšek, Milena Pečar, Simona Brodar, Mira Barta, Štefanija Luthar, Dara Lončarevič und Veronika Haring geschaffen und ausgestellt.
„Letztere, Veronika Haring, die Präsidentin des Kulturvereins „Brücken“, ist die gute Fee im Hintergrund, die es uns ermöglicht, uns hier zu treffen, Kontakte zu knüpfen, zu schaffen und auch unsere Kunstwerke auszustellen“, sagte Majda Grajfoner, die Leiterin der Kunstsektion, die Veronika Haring anschließend einlud, die Ausstellung der Katzenbilder offiziell zu eröffnen.
Majda Grajfoner erzählte bei der Eröffnung eine sehr interessante Geschichte. Mont Martre in Paris war die Heimat von Künstlern, Schriftstellern, aber auch von Kriminellen. Im Jahr 1881 eröffnete der Gastwirt Rudolf Saly dort ein Restaurant mit dem Namen „Le Chat Noir – Die schwarze Katze“. Da jedoch nur wenige Gäste in sein Lokal kamen, dachte er, er könnte durch Werbung Gäste anlocken. Er beauftragte den Schweizer Künstler Theophile Steilen mit der Gestaltung des Plakats. Und er war es, der das legendäre Bild der schwarzen Katze „gebar“, das heute ein Symbol von Paris ist, zusammen mit dem Cabaret, einem Symbol für Unabhängigkeit, Freiheit und Boheme.
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Redakteur: Jan Schaller
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