Bereits am Nachmittag lud der Verband der Kulturvereine der deutschsprachigen Volksgruppe in Slowenien im Kultur- und Kongresszentrum Dolenjske Toplice zu einem runden Tisch mit dem Titel: „Mehrsprachigkeit als Wert: Die Bedeutung der Mehrsprachigkeit für junge Menschen“. Der Schwerpunkt wurde dabei auf die Bedeutung in der heutigen Gesellschaft gelegt – insbesondere aus der Perspektive der jungen Generationen.
Mit hochrangigen Gästen aus Slowenien, Österreich, Deutschland und Rumänien wurden die Herausforderungen und Chancen eines mehrsprachigen Umfelds erörtertet und überlegt, wie die interministerielle Zusammenarbeit (Kultur, Bildung, Jugendpolitik) das Sprachenlernen fördern und zu einer integrativeren, offeneren und stärker vernetzten Gesellschaft beitragen kann.
Teilnehmer an der Diskussion waren: Dr. Konrad Bühler, österreichischer Botschafter in der Republik Slowenien, Sylvia Groneick, Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland in Slowenien, Tjaša Pureber, Generaldirektorin der Direktion für die Entwicklung der Kulturpolitik im slowenischen Kulturministerium, Hartmut Koschyk, Präsident der Stiftung Verbundenheit für Deutsche im Ausland, Bernard Gaida, Präsident der AGDM der FUEN (Föderalistische Union Europäischer Nationalitäten), Dr. Alexander Maicovski, Obmann des Alpenländischen Kulturverbandes aus Österreich, Erwin Josef Tigla, Obmann des Demokratischen Forums der Banater Berglanddeutschen „Deutsche Vortragsreihe Reschitza“ aus Rumänien, Dr. Anja Moric, ZRC SAZU- Slowenische Akademie der Wissenschaften und Urška Kop, Obfrau des Verbandes der Kulturvereine der deutschsprachigen Volksgruppe in der Republik Slowenien.
Dem Runden Tisch folgte das 1. internationale Volkstanzfestival im Gottscheerland, welches dem zehnten Jahrestag der Gründung der Volksgtanzgruppe des Gottscheer Altsiedler Vereins in Krapflern/Občice gewidmet wurde. Neben den Gottscheer Erwachsenen- und Kinder Volkstanz- und Gesangsgruppen trugen auch Valentina Fink Klobučar, die Folkloregruppe Izvir DPŽ Dolenjske Toplice, die Folkloregruppe Nasmeh, Trebnje, der Folkloreverein Kres und als besondereGäste die deutsche Volkstanzgruppe ENZIAN aus Reschitza/Rumänien, mit Brillianz zum guten Gelingen der Veranstaltung bei.
Exzellent moderdiert wurde der Abend von Dr. Tomaž Simetinger und von Tomaž Dietinger ins Deutsche übersetzt. Während der enzelnen Auftritten der Gruppen sprachen Bürgermeister Franc Vovk, der österreichische Botschafter in der Republik Slowenien Dr. Konrad Bühler, die Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland in Slowenien Sylvia Groneick, Hartmut Koschyk, Bernard Gaida, Erwin Josef Tigla, Urška Kop, Dr. Bruno Burchhart, der Präsident der ÖLM- (Österr. Landsmannschaft), er überreichte gleichzeitig deutsche Kinderbücher.
Der Obmann des Gottscheer Altsiedler Vereines, Primož Primec, schloss das 1. internationale Volkstanzfestival in Gottscheerland mit den Worten: “Diese Veranstaltung ist das Ergebnis des Sieges des Geistes, der Beharrlichkeit und der Liebe zu den Wurzeln. Wir danken Gott für diese Gelegenheit, hier gemeinsam zu stehen – als Erben, Hüter und Träger unserer Identität, die nie verblasst ist, auch wenn sie im Laufe der Geschichte viele dunkle Stunden durchlebt hat. Es war Zwielicht. Doch heute bricht eine neue Morgenrötte an. Wie ein Phönix aus der Asche sind wir auferstanden – aus dem Schmerz, aus dem Vergessen, aus der Vertreibung – und haben unsere Kraft in der Gemeinschaft, der Sprache, der Kultur, dem Gesang und der Geschichte wiedergefunden. Das Erbe des deutschen Gottschee ist nicht die Vergangenheit, sondern ein lebendiger Faden, der uns verbindet und inspiriert.”
Die Veranstaltung wurde vom Kulturministerium der Republik Slowenien, der Österreichischen Botschaft in Laibach, dem österreichen Bundesministerium für europäische und internationale Beziehungen, der Kärntner Landesregierung, der Steiermärkischen Landesregierung, der Botschaft der Republik Rumänien in Laibach, der Gemeinde Dolenjske Toplice und dem Alpenländischen Kulturverband unterstützt.
Vielen Dank an alle!
Text von Primož Primec
Foto: Rok Mihevc
e-mail: STEIERMARK.STAJERSKA@GMAIL.COM
Redakteur: Jan Schaller
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